14. Oktober 2020 – Policy Brief

Die verschiedenen Arten von Schutzmasken

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Dieser Text ist eine Zusammenfassung des originalen Policy Brief (siehe Box oben).

Diese Notiz fasst die Unterschiede zwischen den drei verschiedenen Typen von Gesichtsmasken zusammen. Sie gibt eine Übersicht über ihren korrekte Verwendung sowie die verfügbaren Qualitätskontrollen.

Gesichtsmasken spielen bei der Bekämpfung der Covid-19-Pandemie eine wichtige Rolle. Es gibt drei Arten von Masken: Atemschutzmasken, Hygienemasken und Stoffmasken.

Atemschutzmasken sind in erster Linie für Fachkräfte bestimmt, insbesondere im Gesundheitsbereich. Mit einem Ventil zur Erleichterung der Atmung versehene FFP3-Masken sind für den Kampf gegen Covid-19 nicht empfehlenswert, da sie vom Träger ausgeatmete Tröpfchen durchlassen. Es gibt validierte Verfahren für eine Dekontaminierung dieser Masken, die ihre Wiederverwendung ermöglicht. Problematisch ist die Qualität: Die Hälfte der in der Schweiz getesteten Produkte erfüllen die geltenden Normen für das Gesundheitspersonal nicht.

Medizinische Masken schützen den Träger etwas weniger gut als Schutzmasken. Sie können nur einmal verwendet werden. Dekontaminierungsverfahren für eine mögliche Wiederverwendung müssen erst noch validiert werden. Die Aufsichtsbehörde Swissmedic hat auf die starke Zunahme von nicht-konformen Masken oder von Masken mit fehlenden oder gefälschten Zertifikaten hingewiesen.

Textilmasken halten hauptsächlich die durch den Träger ausgeatmeten Tröpfchen zurück und vermindern dadurch in erster Linie das Risiko, dass dieser die Personen in seinem Umfeld ansteckt. Sie können allerdings nicht alle in der Luft vorhandenen mikroskopisch kleinen Tröpfchen herausfiltern und bieten ihren Trägern deshalb nur teilweise Schutz. Es existiert keine rechtlich verbindliche Qualitätsnorm. Die nationale wissenschaftliche Task Force Covid-19 und das Europäische Komitee für Normierung haben jedoch Empfehlungen zur Qualität dieser Produkte abgegeben. Wir raten dazu, ausschliesslich Masken zu verwenden, die von anerkannten Prüfunternehmen (wie Testex und SQTS) kontrolliert wurden und ein entsprechendes Label tragen.

Unabhängig vom verwendeten Typ sammeln sich auf der Aussenfläche der Masken gefilterte Partikel an, sodass diese potenziell durch Viren kontaminiert sein könnte. Es ist deshalb von entscheidender Bedeutung, diese nicht zu berühren und nicht mit der Innenseite in Kontakt zu bringen, falls die Maske später wiederverwendet werden soll. Es ist wichtig, mit den Masken sorgfältig umzugehen. Dazu gehört insbesondere, sie nicht zu stark zu falten, um mechanische Beschädigungen zu verhindern.

Date of request: August/2020
Date of response: 14/10/2020

In response to request from: This statement was written in response to many queries from journalists, the population and procurement offices about mask types, quality and standards

Comment on planned updates: none

Expert groups and individuals involved: Infection Prevention and Control in collaboration with the reMask consortium ( https://www.remask.ch/ )

Contact persons: P. Wick (peter.wick@empa.ch), R. Rossi (rene.rossi@empa.ch)

Contributors: S. Tschudin Sutter, A. Mortensen, D. Jordi, W. Zingg, J.R. Delaloye, D. Decourten, D. Vernez